Was ist…?

Was ist eigentlich ein Otoskop? Was genau misst ein EKG? Und was verbirgt sich hinter der Applied Kinesiology?

Mündig ist, wer sich informieren kann.
(Friedemann Schulz von Thun)

Deshalb dient diese Seite ausschließlich Ihrer Information. Sie können sich hier informieren über wichtige medizinische Fachwörter, die Ihnen vielleicht begegnet sind, außerdem über die wichtigsten Methoden und Geräte, die wir in unserer Praxis verwenden. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und gehen gerne auch auf Ihre Nachfragen ein.

Fehlt Ihnen etwas? Finden Sie nicht die richtige Information?

Dann sprechen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne weiter und setzen Ihre Ergänzungsvorschläge hier um.


Akupunktur

ist eine 5.000 Jahre alte Technik der Traditionellen Chinesischen Medizin. Möglicherweise wurde die Stimulation bestimmter Körperregionen mit Nadeln aber auch schon in anderen Kulturen zur Schmerzlinderung und Heilung angewandt. Das dahinter liegende System der chinesischen Medizin mit den unterschiedlichen Leitbahnen und den darauf liegenden Aku-Punkten ist komplex und in sich durchaus schlüssig. Interessanterweise liegen sehr viele Akupunkturpunkte im Bereich von Muskeln, Muskelhüllen (Faszien) und Nervenrezeptoren. So kann die Wirkung auch naturwissenschaftlich erklärt werden. Gerade die sogenannten Faszien sind in diesem Zusammenhang spannend. Das sind Hüllen aus Bindegewebe, die den gesamten Köper umspannen. Sie enthalten offenbar eine Menge an Nervenrezeptoren. In der Osteopathie arbeiten wir schon lange mit Behandlungstechniken im Bereich dieser Faszien. Und die Wirkung der Akupunktur scheint unter anderem auch darin zu beruhen, dass diese Faszien stimuliert werden. Es gibt auch erstaunliche Übereinstimmungen des Verlaufs dieser Faszien mit den Akupunkturleitbahnen. Wie auch immer: In unserer Praxis hat sich die Wirkung der Akupunktur gerade in der Behandlung von Schmerzen über die letzten Jahre immer wieder bewährt. Dr. Scheer wendet diese Technik bereits seit Ende des letzten Jahrtausends an, anfangs mit großer Skepsis und Neugier, inzwischen immer noch mit großer Neugier und der aus der Erfahrung gewachsenen Überzeugung: Richtig angewendet funktioniert es.

Applied Kinesiology (AK)

Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein ganzheitliches Diagnose- und Therapiesystem. Es dient insbesondere zur Untersuchung und Behandlung funktioneller Zusammenhänge und Gesundheitsstörungen auf der Basis funktionell neurologischer Erkenntnisse.

Diese primär manualtherapeutische Methode wurde von dem Amerikaner George Goodheart, Doctor of Chiropractic, entdeckt. Sie wurde im Laufe der letzten 30 Jahre zunehmend weiterentwickelt und durch Therapeuten weltweit zu einem komplexen Diagnose- und Therapiesystem entwickelt. Grundlage bildet die Untersuchung funktioneller neuromuskulärer Zusammenhänge. Durch manuelle Testung einzelner Muskeln und deren Reaktionsänderung durch diagnostische Provokationen und therapeutische Maßnahmen werden funktionelle Zusammenhänge von Störungen aufgeklärt und beseitigt.

Das heißt, durch Berührung bestimmter Körperareale können Änderungen bestimmter Muskelfunktionen beobachtet werden. Die grundlegende Beobachtung von Goodheart war, dass die spezielle Massage eines Muskels oder bestimmter Reflexpunkte eine Besserung der Funktion dieses Muskels zur Folge hatte.

Um die komplexen Zusammenhänge der Muskeln zu verstehen und in der Diagnostik anzuwenden, sind Spezialkenntnisse in der Anatomie und neurologischen Funktion der Muskeln erforderlich, die in Spezialkursen der DÄGAK vermittelt werden.

BIA (Bio-Impedanz-Analyse)

Eine BIA ermittelt Ihre Körperzusammensetzung. Es wird ein schwacher Strom zwischen Hand und Fuß einer Körperhälfte gesetzt. Dadurch werden mit unserem Gerät zwei Widerstände gemessen, ein sogenannter Ohmscher Widerstand und ein kapazitiver Widerstand. Aus diesen Widerständen und der Phasenverschiebung zwischen diesen Widerständen können die Fettmasse, die Muskelmasse und der Wassergehalt des Körpers ermittelt werden. (Das Prinzip ähnelt den im Handel befindlichen Fettwaagen, ist aber erheblich genauer.)

Hieraus können wir wichtige Erkenntnisse über Ihren Ernährungszustand gewinnen und Ernährungsempfehlungen ableiten. Außerdem wird der Grundumsatz in Abhängigkeit von der Muskelmasse ermittelt, welcher eine entscheidende Kenngröße zur Ermittlung der empfohlenen Kalorienzufuhr darstellt.

EKG (Elektrokardiogramm)

Die elektrische Aktivität des Herzmuskels wird mittels insgesamt 10 Elektroden abgeleitet. Die Elektroden werden jeweils an Armen und Beinen sowie über dem Brustkorb angebracht.

Aus den abgeleiteten Strom-Kurven sind unter anderem Aussagen möglich zu Herzrhythmus, Lage der elektrischen Herzachse, Dicke der Herzwände, Erregungsleitungsstörungen, Erregungsrückbildungsstörungen, evtl. Hinweise auf Durchblutungsstörungen.

Da das „gesunde EKG-Bild“ individuell von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, macht es durchaus Sinn, einmal im Leben ein „Gesund-EKG“ anfertigen zu lassen, beispielsweise im Rahmen einer Checkup-Untersuchung. Die Interpretation eines „Krankheits-EKG“ ist häufig erst durch den Vergleich mit dem gesunden Zustand möglich.

Bei bestimmten Erkrankungen sollte in regelmäßigen Abständen ein EKG erstellt werden.

EMG (Elektromyografie)

Die Muskelaktivität wird vom Nervensystem gesteuert. Die Funktion eines Muskels hängt entscheidend davon ab, wie gut dieser vom Nervensystem angesteuert wird. Diese elektrische Aktivität lässt sich für nahezu jeden Muskel messen. Hierzu werden Klebeelektroden im Bereich des Muskels auf die Haut geklebt, die in definierten Positionen des Muskels die elektrische Aktivität messen.

Diese Methode liefert wichtige Informationen über die Ursache von Schmerzen, die eben in der Schwäche einzelner Muskeln liegen kann. Auch für die Rehabilitation nach Verletzungen ist es wichtig zu wissen, ob und wie gut ein Muskel vom Nervensystem versorgt wird.

Ergometrie / Belastungs-EKG

Während Sie auf einem Standfahrrad einer genau definierten, standardisierten körperlichen Belastung ausgesetzt werden, wird kontinuierlich ein EKG abgeleitet. Dabei werden zusätzlich andere wichtige Kenngrößen der Herz-Kreislauf-Funktion ermittelt. Infolge der Belastung kommt es zu einem Mehrverbrauch an Sauerstoff im Herzmuskel.

Bei Funktionsstörungen des Herzens (z. B. Herzkranzgefäßverengung) kann es zu bestimmten Änderungen der EKG-Kurve kommen. Hieraus können wichtige Erkenntnisse über die Herz-Kreislauf-Funktion gewonnen werden. So können etwa Hinweise auf Durchblutungsstörungen des Herzens gesehen werden, bevor Sie Beschwerden spüren.

HRV-Messung

Die Messung der Herzratenvariabilität ist eine standardisierte Untersuchung, durch die der Zustand Ihres autonomen Nervensystems ermittelt werden kann.

In einem Test über 15 Minuten wird ein sehr hochauflösendes EKG abgeleitet, welches Aufschluss gibt über

  • Ihren individuellen Stresszustand (deshalb auch “Stressmessung”)
  • Ihr Risiko für Burnout oder überlastungsbedingte Depression
  • Ihr individuelles Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck
  • Ihr funktionelles Herzalter
  • Ihr Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen (“plötzlicher Herztod”) – sofern Sie an einer Herzerkrankung leiden
  • den Trainingszustand beim Leistungssportler (Ermittlung von “Übertraining”)

Darüber hinaus eignet sich die HRV-Messung sehr gut für die allgemeine Verlaufsbeurteilung von Therapiemaßnahmen.

Kurz: 15 Minuten, die Ihr Leben entscheidend verändern können!

Leistungsdiagnostik

Es findet eine stufenweise Belastung auf dem Fahrradergometer statt, und zwar bis zur Grenze Ihrer Leistungsfähigkeit. Währenddessen werden kontinuierlich Puls und Blutdruck gemessen sowie ein EKG geschrieben.

Auf jeder Belastungsstufe wird die Milchsäurekonzentration im Blut gemessen, welche zusätzlich zum Herz-Kreislauf-System eine Aussage über den Stoffwechsel zulässt. So wird die aerob/anaerobe Schwelle bestimmt, oberhalb derer Sie aus verschiedenen Gründen bei einem gesundheitsorientierten Training nicht trainieren sollten, u. a. weil ihr Körper dann übersäuert und das Training eher schaden als nutzen kann.

Ihr individueller Maximalpuls wird experimentell ermittelt. Daraus wiederum können Sie Ihren individuellen optimalen Ziel-Trainingspuls ermitteln.